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Orthokeratologie - Hilfe über Nacht für Kurzsichtige

(23.09.05) Bei der Orthokeratologie werden dem Kunden vom Kontaktlinsen-Spezialisten sogenannte Ortho-K-Linsen angepasst. Sie werden über Nacht getragen und üben auf die Hornhaut einen leichten Druck aus. Durch diese "Modellierung" wird sie in ihrer Brechkraft verändert.

Aktuelle wissenschaftliche Studien der WVAO zum Ortho-K-Tragen stellen zum einen "keinerlei nachteilige Veränderungen am Auge" und zum anderen "keine negativen Auswirkungen auf die Straßenverkehrstauglichkeit" fest.

Spezialisierte Ortho-K-Anpasser nennt Ihnen gerne die WVAO.

Wissenschaftliche Studie bestätigt: Orthokeratologie durch geschulte Kontaktlinsenanpasser stellt keinerlei Gefährdung der Augen dar.

Orthokeratologie stellt die gezielte Modellierung der Hornhaut mittels spezieller, für jeden einzelnen Kon­taktlinsenträger individuell gefertigter Kontaktlinsen dar. Ziel dieses Verfah­rens, bei dem während der Nacht die Kontaktlinsen getragen werden, ist es durch eine Abflachung der Hornhaut deren Brechwert so zu verringern, dass kurzsichtige Personen am Tag oh­ne optische Korrektion, sei es Brille oder Kontaktlinse, gut sehen können. Da die Hornhaut tendenziell immer ihren ursprünglichen Zustand anzu­nehmen strebt, muss die Kontaktlinse in jeder Nacht getragen werden. Dies weist auch auf einen wichtigen Unter­schied zu den mit der Orthokeratolo­gie konkurrierenden operativen Ver­fahren (zum Beispiel LASIK) zur Kor­rektur von Kurzsichtigkeiten hin. Die Orthokeratologie ist reversibel, wäh­rend Misserfolge operativer Verfahren nicht rückgängig zu machen sind.

Nebenwirkungen?

In einer wissenschaftliche Untersuchung hat die Wissenschaftliche Vereinigung für Augenoptik und Optometrie (WVAO) mit Sitz in Mainz in Zusammenarbeit mit der Universitäts-Augenklinik Köln Frau Dr. Roters, sowie Dr. Berke, Köln, Dr. Achatz, Aschaffenburg und KL-Spezialist Peter Bruckmann, Köln, die stattliche Zahl von 80 Augen auf etwaige schädliche Veränderungen an der Hornhaut untersucht: Die Hornhautdicke, die Durchbiegung der Hornhaut, der Augeninnendruck, die Zellstruktur im Hornhautinneren und die Leistungsfähigkeit bzgl. Tages- und Nachtsehen wurden einer wissenschaftlichen Prüfung unterzogen.

Keine besonderen Gefährdungen

Die Studie zeigt auf, dass mit dem Tragen von Or­thokeratologie-Linsen keine besonderen Gefährdungsrisiken für die Hornhaut ein­hergehen. Die Belastung des Hornhautepi­thels entspricht der Belastung, wenn einer torischen Hornhaut eine formstabile Kon­taktlinsen aufgesetzt wird. Die Krümmung der Hornhautvorderfläche wird um durch­schnittlich 0,4 mm verringert. Die Mittendicke der Hornhaut nimmt um 10 bis 15 [im ab. Die Veränderungen sind in hohem Maße vorhersehbar. Als positiver Effekt wird regel­mäßig eine Senkung des Augeninnendrucks gemessen, sodass von der Orthokeratologie und der durch sie verursachten Verformung der Hornhaut kein erhöhtes Glaukomrisiko ausgeht. Epitheldefekte wie Stippen, Vakuolen oder Mikrozysten verschwinden inner­halb weniger Tage. Nach dem Absetzen der Orthokeratologie-Linsen nimmt die Hornhaut innerhalb von wenigen Tagen ihre ursprüngliche Geometrie wieder an.

Quelle: Ortho-K-Studie WVAO
Wissenschaftliche Vereinigung für Augenoptik und Optometrie
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Zuletzt aktualisiert am 29.10.2013 © Peter Urlau
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